Warum Prüfkriterien über die Qualität entscheiden
Eine Verkaufsflächenprüfung ist nur so gut wie ihre Kriterien. Unklare Fragen wie „Ist der Warenaufsteller ordentlich?“ führen zu subjektiven Antworten. Präzise Kriterien mit eindeutigem Soll-Zustand machen Ergebnisse vergleichbar – zwischen Standorten, Regionen und Zeiträumen.
1. Platzierung
Steht das Produkt dort, wo es stehen soll?
- Regalposition und Ebene laut Planogramm
- Anzahl der Warenfronten
- Zweitplatzierung am vereinbarten Ort
- Nachbarschaft zu relevanten Kategorien
2. Verfügbarkeit
Ein perfekt platziertes Regal ohne Ware verkauft nichts.
- Leerstand am Regal
- Ware im Lager, aber nicht auf der Fläche
- Befüllungsgrad von Warenaufstellern
3. Preis und Kennzeichnung
- Vorhandene und korrekte Preisauszeichnung
- Sichtbare Aktionskennzeichnung
- Übereinstimmung von Regal- und Kassenpreis (sofern prüfbar)
4. Material und Zustand
- Vollständigkeit von Werbematerial
- Beschädigungen und Verschmutzung
- Beleuchtung und Funktion von Elementen
- Rückbau abgelaufener Kampagnen
5. Service und Beratung
Bei beratungsintensiven Produkten gehört die menschliche Komponente dazu. Sie wird meist mit Mystery Checks und Testkäufen erfasst, nicht mit einem offenen Prüfbesuch.
Vom Kriterium zur Bewertung
Damit Ergebnisse steuerbar werden, braucht jedes Kriterium eine Gewichtung und eine eindeutige Bewertungsskala – etwa erfüllt, teilweise erfüllt, nicht erfüllt. Daraus entsteht eine Bewertung je Standort und Kriterium.
Wichtig: Eine Bewertung ersetzt nicht das Foto. Erst die Kombination aus Zahl und Bildbeleg macht eine Verkaufsflächenprüfung belastbar.
Sie möchten das in Ihren Filialen testen?
Ein Probeprojekt mit wenigen Standorten zeigt Prüflogik und Berichtswesen, bevor Sie skalieren.
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